Manuskripteinsendungen

Wir sind an unverlangt eingesandten Manuskripten interessiert, ich muss die Autoren aber um sehr viel Geduld bitten. Um SEHR VIEL Geduld! Bis Sie von mir eine Antwort erhalten, können oft Monate vergehen, mitunter sogar Jahre. Sollten Sie diese Geduld nicht aufbringen können oder wollen, dann sind wir wahrscheinlich nicht der richtige Verlag für Sie.

Generell gilt: Wir würden gern viel mehr Manuskript veröffentlichen als wir es derzeit tun, aber unsere Programmplätze sind begrenzt. Eine Manuskriptabsage bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ich mit der Qualität der eingereichten Texte unzufrieden bin.

Oft werde ich gefragt, wie ich Texte auswähle. Meine Auswahlkriterien sind Originalität und handwerkliches Können. Ich gebe zu, dass es mir leichter fällt, zu erklären, was einen in meinen Augen misslungenen Text ausmacht (etwa ein mangelhafter Satzbau, eine falsche Wortwahl oder der Gebrauch von schiefen oder verbrauchten Metaphern), anstatt zu beschreiben, wie ein gelungener Text auszusehen hat. Ein Patentrezept gibt es jedenfalls nicht. Und eines Erfolgrezepts bedarf es nicht, denn das Kriterium „Verkäuflichkeit“ spielt bei unserer Manuskriptauswahl keine Rolle. Diese Freiheit gönnen wir uns als Nischenverlag – und teilen sie gern mit unseren Autoren.

Begründen kann ich meine Entscheidungen aus Zeitgründen leider nicht, auch den Erhalt der Manuskripte kann ich nicht bestätigen – von telefonischen oder schriftlichen Nachfragen bitte ich abzusehen. Sie können aber davon ausgehen, dass mich alle eingesandten Manuskripte auch erreichen und von mir im Laufe der Zeit gelesen oder zumindest angelesen werden.

Eingesandte Prosatexte für die Reihen »Schöner Lesen« und »Aufklärung und Kritik« sollten eine Länge von 20.000 bis 25.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) besitzen, Gedichte und kurze dramatische Texte unserem Heftumfang (zwischen 16 und 24 DIN A-6-Seiten) angepasst sein. Ein falscher Umfang ist ein Ausschlusskriterium bei der Wahl eines Manuskriptes für die Leseheftreihen.

Ich möchte niemanden entmutigen, uns ein Romanmanuskript oder einen Erzählungs- oder Gedichtband anzubieten, aber zumindest darauf hinweisen, dass wir in 16 Jahren bislang insgesamt acht umfangreichere belletristische Einzelpublikationen veröffentlicht haben. Die Säulen unseres Programm sind eindeutig unsere beiden Leseheftreihen „Schöner Lesen“ und „Aufklärung und Kritik“.

Im Falle der Veröffentlichung in einer der beiden Leseheftreihen verbleiben die Rechte der Texte bei den Autoren, die der Illustrationen bei den Gestaltern. Neben der Abdruckerlaubnis gewähren uns die Autoren und Zeichner zudem das Recht, die Lesehefte als eBook zu veröffentlichen. Selbstverständlich kommen auf unsere Autoren weder Druckkostenzuschüsse noch andere Kosten zu.

Für unverlangt eingesandtes Material haftet der Verlag nicht. Per Post eingesandte Manuskripte können wir weder lesen, noch zurückschicken, auch dann nicht, wenn ein frankierter Rückumschlag beiliegt. Aufgrund unserer Arbeitsweise bitte ich Sie, alle Manuskripte elektronisch als Textdatei (.doc oder .rtf) plus Kurzbiographie und -bibliographie (und bei umfangreicheren Manuskripten bitte auch mit kurzem Exposé) an folgende Email-Adresse zu senden: texte@sukultur.de

Viel Erfolg!


Marc Degens
- Programmleitung SuKuLTuR –